Logikwähler v0.2

Welche Unsicherheits-Logik passt zu deiner Frage? — Entscheidungswerkzeug.

Warum dieses Werkzeug?

Es gibt nicht eine Unsicherheit, sondern viele Arten. Jede hat ihre eigene mathematische Sprache. Wer die falsche wählt, modelliert sauber, aber das Falsche. Dieses Werkzeug führt durch fünf Fragen zu deiner Konfiguration und schlägt eine Logik vor — mit Begründung, nicht als Orakel.

Welche Logiken werden unterschieden?
Logik Modelliert Zentrale Quelle
Klassische Logik Eindeutige Wahrheit (0/1) bei vollständiger Information. Aristoteles, Boole, Frege
Fuzzy Logic Vagheit von Begriffen — „groß“, „warm“, „hoch“. Zugehörigkeitsgrad in [0,1]. Zadeh 1965
Bayes / Probability Häufigkeiten und Glaubensgrade über wohldefinierte Hypothesen, mit Update durch Evidenz. Bayes, Laplace, Jaynes, Pearl
Dempster-Shafer Belief mass auf Mengen von Hypothesen. Trennt „ich glaube A“ von „ich weiß nicht, ob A oder B“. Dempster 1967, Shafer 1976
Possibility Theory Ordinal: was ist möglich/unmöglich, ohne Häufigkeiten quantifizieren zu müssen. Dubois & Prade
Subjective Logic Belief, Disbelief und expliziter Uncertainty-Term — modelliert „Weiß-nicht“ als eigene Größe. Jøsang
Imprecise Probability Wahrscheinlichkeiten als Intervalle [unten, oben], wenn Punkt-Werte unehrlich wären. Walley 1991
Wann nicht dieses Werkzeug?
  • Bei Quanten-Systemen — dort gilt Quantenlogik (Birkhoff/von Neumann), nicht modellierbar als Fuzzy oder Bayes.
  • Wenn die Frage normativ ist („was soll man tun?“) — dann ist PDI das richtige Werkzeug, nicht dieses.
  • Wenn die Daten reichen, um klassische Logik (0/1) ehrlich anzuwenden — keine Verkomplizierung nötig.