L-H1 · Konstitutive Zirkularität Härte: hart (analytisch)
Selbstlegitimation kann nicht ohne Selbstreferenz operieren
Alle Selbstlegitimationssysteme sind im Kern zirkulär. Sie verweisen auf Maßstäbe, die sie selbst setzen. Diese Zirkularität ist konstitutive Bedingung, kein Mangel — sie kann nicht aufgelöst, sondern nur verschoben werden. Drei Verschiebungs-Strategien: Transzendierung, Naturalisierung, Verfahrenstechnisierung. Ausarbeitung: L-P2.
L-H2 · Geltungs-Plurale Härte: mittel
Geltung tritt in einer Pluralität von Typen auf, nicht in einer Form
Sechs Typen (G1–G6: kausal, konventional, normativ, performativ, ästhetisch, existenziell), nicht aufeinander reduzierbar. Es gibt keine „Königsgeltung", die alle anderen subsumiert. Habermas-Sperrklausel: Normative Geltung ist nicht vorrangig. Ausarbeitung: v0.2 vorgesehen.
L-H3 · Geltungs-Asymmetrie Härte: mittel bis weich
In jeder Geltungsbeziehung gibt es eine Produzenten-Empfänger-Asymmetrie
Geltung ist nie symmetrisch verteilt. Es gibt Geltungsproduzent und Geltungsempfänger. Die Asymmetrie kann reziprok sein, ist aber nie aufgehoben. Anschluss an ASYMM-NORM (κ-Asymmetrie). Ausarbeitung: v0.2 vorgesehen.